Los Lassen

Es gibt sie ständig in unserem Leben. Diese Situationen in denen man gerne an etwas festhalten möchte, einer guten Idee, einem schönen Job, einem Menschen, aber das Leben verläuft ja nicht geradlinig, sondern in Wellen und oft wird man von der Wucht der Wellen überwältigt, muss untertauchen, braucht ne Pause oder ein neues Surfbrett – eine neue Basis, wo man innehalten, auf die nächste Welle warten oder die nächsten Aufgaben und Gelegenheiten die da kommen.

Wie einfach und schwer das manchmal ist, zeigt folgende Geschichte, die ich in einem Achtsamkeitsbuch von Susan Kaiser Greenland entdeckt habe.

Ein Jäger stellt eine Affenfalle auf, indem er eine Banane in einen Bambuskäfig legt. Die Stangen des Käfigs sind gerade und soweit auseinander, dass ein Affe mit der flachen Hand hineingreifen kann, jedoch nicht weit genug, dass er die Hand wieder hinausziehen kann, wenn er eine Banane hält. Der Affe kommt an der Falle vorbei, sieht die Banane, greift hinein und packt zu. Er hält die Banane in der Hand und lässt sie nicht wieder los, so ist er gefangen. Würde er seinen Griff lösen, wäre er wieder frei, aber der Affe ist überzeugt, dass er genau diese Banane braucht, und will sie partout nicht mehr loslassen.

In diese Falle tappen nicht nur Affen, sondern auch Menschen :). Jeder kennt das Gefühl, etwas oder jemandem nachzujagen oder zu -eifern, nur weil wir glauben das würde uns dann glücklicher machen.

Doch was ist zu tun? Die Banane, die Idee oder den Job fallen lassen? Oft ist es nicht klar und auch nicht so einfach, weil unser Leben einfach so viel komplexer ist, als diese Affenfalle.

Die klügste Reaktion auf solche Fallen ist es häufig, die Dinge so sein zu lassen, wie sie sind, statt der üblichen Reaktionen „Angriff und Verteidigung“ (festhalten) oder Flucht (loslassen). Die Krux an den beiden Reaktionen ist, dass wir entweder unser Leiden immer wieder wiederholen oder es aus jedem erdenklichen Winkel begutachten. Somit bekommt das Leiden nur noch mehr Aufmerksamkeit!!!

Die sinnvollste Art ist es, das Ganze mit Abstand zu betrachten. So sieht man klarer. Nicht sofort zu reagieren, obwohl wir darauf getrimmt sind :).

Ein erster Schritt in diese Richtung könnte bedeuten, kurz inne zu halten, einmal tief durchzuatmen oder auch öfter 🙂 Bei größeren Herausforderungen hilft es, wenn wir Erfahrung mit Meditation haben, um den gewissen Abstand zu wahren und erstmal nur „neugierig“ zu schauen, was los ist, ohne gleich zu handeln.

Also Los – Lassen wir der Achtsamkeits- und Meditationspraxis in dieser Übergangszeit zur besinnlichen Zeit wieder mehr Raum innerhalb der Yogapraxis :). Auch wenn man völlig ungeübt ist, ist es immer hilfreich erstmal Abstand zu gewinnen, sich in die Rolle des Beobachters einzufinden und nach innen zu lauschen. Erwarte nichts – erfahre alles 🙂

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